Wie der Placeboeffekt funktioniert

BildBeim Thema Placebo war und ist sich die Wissenschaft teilweise noch immer uneinig. Handelt es sich nur um eine psychologische Selbsttäuschung oder steckt mehr dahinter?

Altbekannt in der Placeboforschung ist, dass Scheinmedikamente eine ähnliche, wenn nicht sogar bessere Wirkung ausüben können, als "echte". Probanten erhalten hierbei in einer Gruppe "echte" Medikamente, eine Vergleichsgruppe "falsche" aus Milchzucker oder ähnlich. So lässt sich im Vergleich zur Studiengruppe, deren Teilnehmer das klinisch wirksame Medikament erhalten, der Wirkungsgrad des zu analysierenden Medikaments einschätzen.
Die Universität Turin ist diesem Mechanismus auf den Grund gegangen und erforschte, die schmerzlindernden Faktoren im Körper. Zu diesem Zweck bediente man sich dort des Medikamentes Nalaxon, welches die Andockstellen für Opiate im Gehrin blockiert. Die Forscher gingen davon aus, dass eine gefühlte Schmerzlinderung im Körper auch eine "reale" und nicht eingebildete ist, da der Körper angesichts des Schmerzreizes körpereigene Endorphine, eben Opiate, ausschüttet.
Wie erwartet empfanden die Probanten nach der Verabreichung von Naloxon keine Linderung ihrer Schmerzen durch ein Placebo.

Hamburger Neurologen untersuchten dieses Phänomen im Gehirn mit einem Magnetresonanztomographen. Sie verabreichten Probanten eine angeblich schmerzlindernde Salbe und bestrahlten dann die betreffende Körperstelle mit schmerzhaftem Laserlicht. Und tatsächlich - auch hier linderte die wirkungslose Salbe bei jedem Zweiten den Schmerz. Dieser Effekt lies sich auch im Gehirn abmessen, denn drei Regionen zeigten eine deutlich erhöhte Aktivität. Diese Hirnareale sind an der Schmerzverarbeitung beteiligt und werden von Endorphinen beeinflusst.

Der Schulmedizin bleibt es indes ein Rätsel, warum die Placebowirkung keineswegs nur Einbildung ist und was genau hier die Ausschüttung der körpereigenen Schmerzmittel auslöst. Auch rätseln sie, warum der Effekt nicht bei allen Menschen gleich ist.
Im christlichen Glauben ist schon lange verwurzelt dass, "wenn der Glaube nur so groß wie ein Senfkorn wäre, er Berge versetzen könnte". Auch wenn die Bibel nicht weiter auf die symbolische Bedeutung des Senfkorns an dieser Stelle eingeht -es wurde für Opferzeremonien verwendet, steht aber gleichzeitig auch für die Idee des Lebens aus dem Akashaprinzip heraus- so ist es aus hermetischer Sicht das Zusammenspiel der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Diese Elemente sind die mystische Grundlage für inneres Gleichgewicht, welches wiederum der entscheidende Faktor für Manifestationskraft und die Alliebe ist. Da zum Einen die aller wenigsten Menschen dieses innere Gleichgewicht aufweisen, zum anderen ein Großteil der Menschheit das morphogenetische Feld hinsichtlich Möglichkeiten des Geistes nachteilig beeinflusst, ist es sehr selten geworden dem Prinzip des Senfkornes beiwohnen zu dürfen.

Die Komponenten Suggestion, Hoffnung und allgemeine psychische Verfassung werden häufig immer noch als geringwertig in Bezug auf einen Gesundungsprozess abgetan. Dabei sind sie häufig auch Krankheitsverursacher. Bei allergischen Reaktionen, unspezifischen Herzbeschwerden oder Rückenschmerzen liegen nicht selten rein psychische Faktoren, wie etwa Stress, vor. Das bedeutet für Patienten, dass sie, um gesund zu werden, nach seelischen Gründen suchen sollten. Aber auch eine entspannende, motivierende Umwelt ist wichtig. Ärger in der Familie stört einen Gesundungsprozess.



Links:
Der Placebo-Effekt - Glaube als Medizin? (Quarks & Co vom 1. Februar 2005)
Warum der Placebo-Effekt auch weh tun kann - auf wissenschaft.de
Wirksamkeit von Scheinakupunktur
Placebos wirken im Gehirn wie echte Schmerzmittel
Der Schein trügt: Scheinbehandlungen helfen wirklich heilen

Mit Material vom WDR




Webadresse dieses Ausdrucks:
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14.10.2008 01:12

Kommentare (1)add comment
Mike: ...
Interessant!
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12. September 2007
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